Tokoname Kyûsu Junzô

109,00 

Diese Seitengriffkanne wurde von Umehara Hirotaka gefertigt. Die Kanne fällt durch ein unebenes Dekor auf, welches an die Rinder einer Kiefer erinnert und daher auch matsukawa (松皮) genannt wird. Gebrannt wurde diese Kanne im Oxidationsbrand, weswegen der Scherben eine typisch tote Färbung angenehmen hat, die durch den hohen Eisenanteil im Ton (shudei) hervorgerufen wird. Durch die Streifen erhält die Kanne eine interessante Haptik. Innen befindet sich ein sehr feines Keramiksieb, daher kann man die Kanne auch gut für Fukamushi-Sencha verwenden. Umehara Hirotakas Künstlername lautet Gyokkô II. (玉光, Juwelenfunkeln). Er ist ein bekannter Kannenhersteller aus Tokoname.

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Artikelnummer: TOKK-04 Kategorie: Schlüsselworte: , , ,

Beschreibung

Tokoname ist der älteste der „Sechs alten Öfen“. In der heutigen Präfektur Aichi werden schon seit dem Jahr 1100 Keramiken gebrannt. In der Anfangszeit konzentrierten sich die Töpfer auf die Herstellung unglasierter Gebrauchskeramik. Um 1200 war es mit ca. 3000 Brennöfen das größte Keramikzentrum Japans.

1840 versuchten die ersten Töpfer in Tokoname, mit eisenhaltigem Ton Yixing-Keramiken zu imitieren. Für die rote shudei-Keramik benötigt man die feinkörnigste Fraktion eines sehr eisenhaltigen Tons, der unter Reisfeldern zu finden ist.

Als man feststellte, dass Tee aus Tokoname-Utensilien besser schmeckt, wuchs die Nachfrage. Ab 1860 versuchten Tokoname-Töpfer die polierte Fläche der Yixing-Keramiken zu kopieren. 1877 schafften sie es mithilfe des chinesischen Gelehrten Jin Shi Heng und anderer Spezialisten. Die Oberfläche der Kanne muss mit einem Metallspatel sorgfältig poliert werden, damit sich der Ton verdichtet. Tokoname ist heute bekannt für die bunte Vielfalt der Seitengriffkännchen (kyûsu).  Neben modernen Formen, Dekoren und Farben werden auch die traditionellen roten Kännchen produziert, die wie ihre Vorbilder aus China mit Gedichten verziert sein können.

Diese Kyûsu ist aufgrund ihrer ungewöhnlichen Form auffallend anders. Die flache Form ähnelt in den Eigenschaften einer Shiboridashi und wird daher für Schattentees wie Kabusecha und Gykuro verwendet. Gefertigt wurde diese Kanne von Maekawa Junzô, der 1976 in Tokoname geboren wurde. Nachdem er 2000 ein technisches Studium absolviert hat, widmete er sich fortan der Keramik und beendete 2004 ein kunsthandwerkliches Studium an einer Universität in Kyôto. Junzô nahm an zahlreichen Ausstellungen teil und führt den Betrieb seines Vaters weiter.

Zusätzliche Information

Spülmaschine

Nein

Mikrowelle

Nein

Artikelzustand

NEU

Volumen

160 ml