Raku Chawan Kamuro

350,00 

Die Besonderheit dieser Chawan liegt in ihrer schlichten und dennoch tiefgründigen Form. Sie ist etwas höher als die meisten Raku-Schalen und hat ebenfalls eine leichte Wölbung, die allerdings nicht ganz so exzentrisch ausfällt wie beispielsweise bei der Raku Chawan Omokage. Die Glasur ist dunkelbraun, an einigen Stellen sogar rostbraun. Der Lippenrand ist nach innen gewölbt, was ihr eine weiche Erscheinung verleiht.

Die Oberfläche der Glasur ist ebenfalls weich und glatt wie Babyhaut, da die für andere Raku-Schalen typischen Poren fehlen. Vielleicht hat sie auch deswegen den Namen „Kamuro“ erhalten, was ein altes Wort für Kind im Japanischen ist. Das Original soll einst in Sen no Rikyûs Besitz gewesen sein, er soll sie wie sein eigenes Kind geliebt haben, weswegen sie der Überlieferung nach diesen Namen erhielt.

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Beschreibung

Raku-Teeschalen genießen allgemein das höchste Ansehen bei japanischen Tee-Liebhabern. Es gibt den lange bekannten Satz: ichi raku, ni hagi, san karatsu, der besagt, dass innerhalb der verfügbaren Tee-Utensilien an erster Stelle Raku-, an zweiter Hagi- und an dritter Stelle Karatsu-Keramik stehe.

Raku-Keramik

Heutzutage versteht man unter Raku eine Brenntechnik, die sich durch niedrigere Brenntemperaturen oder eine kürzere Brenndauer auszeichnet.

Als Begründer der Raku-Keramik gilt der Töpfer Chôjirô, der in Kyôto als Dachziegeltöpfer arbeitete und chinesischer Abstammung war. Er produzierte äußerst schlichte Teeschalen und schaffte es, solche zu kreieren, die heute mit der japanischen Ästhetik und Tee-Zeremonie eng verknüpft sind. Mehr über Raku-Keramik findest du im Blog.

Die Hintergrundgeschichte

Diese Raku-Schale trägt den Namen „Omokage“. Der Name bedeutet „Schatten der Erinnerung“. Den Namen hat sie erhalten, weil sie einen Teemeister an eine weitere Chawan von Chôjirô erinnerte, die ganz ähnlich aussah. Das Original aus dem 16. Jahrhundert ist heute im Raku-Familienbesitz und wird ab und zu im Raku-Museum in Kyôto ausgestellt.

Die Urheberschaft Chôjirôs wurde im 18. Jahrhundert von Yamada Sôhen und Ishikawa Jian bestätigt.

Die Chawan

Die Besonderheit dieser Chawan liegt in ihrer schlichten und dennoch tiefgründigen Form. Sie ist etwas höher als die meisten Raku-Schalen und hat ebenfalls eine leichte Wölbung, die allerdings nicht ganz so exzentrisch ausfällt wie beispielsweise bei der Raku Chawan Omokage. Die Glasur ist dunkelbraun, an einigen Stellen sogar rostbraun. Der Lippenrand ist nach innen gewölbt, was ihr eine weiche Erscheinung verleiht.

Die Oberfläche der Glasur ist ebenfalls weich und glatt wie Babyhaut, da die für andere Raku-Schalen typischen Poren fehlen. Vielleicht hat sie auch deswegen den Namen „Kamuro“ erhalten, was ein altes Wort für Kind im Japanischen ist. Das Original soll einst in Sen no Rikyûs Besitz gewesen sein, er soll sie wie sein eigenes Kind geliebt haben, weswegen sie der Überlieferung nach diesen Namen erhielt.

Die Kunst der Replik

In Japan werden Repliken nur von wenigen Keramikern hergestellt. Es braucht viel Erfahrung, um die unbewusst entstandenen asymmetrischen Strukturen einer Teeschale so kopieren zu können, dass das Ergebnis auch stimmig wirkt. Aus diesem Grund gibt es nur wenige Keramikmeister, die sich solch einer Herausforderung stellen, viel einfacher ist es, Unikate herzustellen, die jedes Mal anders aussehen (dürfen).

Der Keramiker

Die Replik wurde von Sasaki Shôraku (geb. 1944) gefertigt, einem Raku-Keramiker aus Kyôto, der bereits in dritter Generation Matchaschalen nach traditioneller Methode herstellt. Bekannt ist Shôraku für die Repliken berühmter Raku-Chawan der Momoyama- und Edo-Zeit.

Weitere Fotos:

Zusätzliche Information

Höhe

10,5 cm

Breite

9 cm

Spülmaschine

Nein

Mikrowelle

Nein

Artikelzustand

Neu