Oribe-yaki Chawan

350,00 

Obwohl jede Chawan ein Unikat ist, möchte ich dieses Merkmal bei Hodakas Matchaschalen besonders hervorheben. Der Herstellungsprozess einer Schale erstreckt sich insgesamt über vier Tage, jede Schale sieht daher anders aus und hat daher auch einen gänzlich anderen Charakter. Die Schale wird im Freihandaufbau geformt und nach einer gewissen Trocknungszeit innen ausgehöhlt und außen mit einem Spaten in Form gebracht. Durch Abbrüche kommt es zu der teils markanten kantigen Erscheinung.

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Beschreibung

Oribe-yaki ist nach einem der bekanntesten Teemeister Japans, Furuta Oribe (古田織部 1544-1615), benannt. Im Gegensatz zu anderen Teemeistern wie Rikyû war er kein wohlhabender Händler, sondern gehörte dem Kriegeradel an. Oribe lernte unter Rikyû die Teezeremonie, allerdings distanzierte er sich von Rikyûs Stil und hegte schon früh eine Vorliebe für asymmetrische Teeschalen. Oribe war ein Freidenker und setzte sich für eine liberale Haltung in der Teezeremonie ein, bei der alles erlaubt sei, so lange es optisch gut wirke.

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Typische Merkmale von Oribe-yaki sind asymmetrische Strukturen und abstrakte Verzierungen. Aus diesem Grund werden sie gerne als Beispiel einer Avantgarde-Bewegung in Japan genannt, die Oribe aufgrund seiner radikalen Haltung befeuerte.

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Über den Keramiker

Die Schale wurde von Hodaka Ryûji (geb. 1976) gebrannt. Hodaka Ryûji hat über seinen früheren Beruf seinen Weg zur Keramik gefunden. Als Kaiseki-Koch, der sogar die Lizenz hat, den giftigen Fisch Fugu zubereiten zu dürfen, kam er mit der Vielfalt der traditionellen japanischen Keramik in Berührung.  Kaiseki ist ein japanisches Mehrgängemenu, welches seinen Ursprung in der japanischen Teezeremonie hat. Der Teemeister bewirtete ursprünglich seine Gäste nämlich ebenfalls mit verschiedenen Gerichten. Aus diesem Grund stellt Hodaka viele Utensilien für die traditionelle japanische Küche her und gibt Kaiseki-Seminare, bei denen er seine eigene Keramik verwendet.

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Hodaka ist aber auch ein leidenschaftlicher Matcha-Trinker und engagiert sich in einer Künstlergruppe, die am japanischen Manga “Hyôgemono” mitarbeitet, einer Geschichte, in der es um Furuta Oribe und die von ihm geschätzte Keramik geht. Hodaka sieht im Oribe-Stil die größte Freiheit, seine Vorstellungen mit der Tradition zu verknüpfen. Und das sieht man an seinen Chawan sehr deutlich. Obwohl sein Stil sehr individuell ist, erkennt man den Bezug zu Oribe-yaki noch immer deutlich.

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Die Chawan

Obwohl jede Chawan ein Unikat ist, möchte ich dieses Merkmal bei Hodakas Matchaschalen besonders hervorheben. Der Herstellungsprozess einer Schale erstreckt sich insgesamt über vier Tage, jede Schale sieht daher anders aus und hat daher auch einen gänzlich anderen Charakter. Die Schale wird im Freihandaufbau geformt und nach einer gewissen Trocknungszeit innen ausgehöhlt und außen mit einem Spaten in Form gebracht. Durch Abbrüche kommt es zu der teils markanten kantigen Erscheinung.

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Gebrannt werden alle Utensilien in einem selbst entwickelten Ofen. Die Matchaschalen werden dabei auf die Seite gelegt und auf Muscheln gestützt. An den Druckpunkten verschmelzen die Muscheln mit der Schale und werten auf diese Weise das optische Erscheinungsbild auf. Gebrannt wird zweimal, einmal bei ca. 800°C und ein weiteres Mal um die 1250°C.

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Die signierte Schachtel

Diese Matchaschale wird in einer Holzschachtel ausgeliefert. Solche Begleitschachteln (jap.: tomobako共箱) wurden und werden immer noch in Japan für hochwertige Utensilien verwendet, um einerseits den geschätzten Gegenstand zu schützen und andererseits den Namen, Herkunft und eventuelle Vorbesitzer zu dokumentieren. Dadurch erhält das Utensil eine persönliche Geschichte.

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Neugierig geworden? Im Blog erfährst du mehr über Oribe-yaki.

Weitere Fotos:

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Zusätzliche Information

Höhe

8,8 cm

Breite

12,5 cm

Spülmaschine

Nein

Mikrowelle

Nein

Artikelzustand

Neu